Arbeitgeberzuschuss

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Arbeitgeberzuschuss

Arbeitgeberzuschuss: Es gibt insgesamt neun Zuschüsse die der Arbeitgeber an seine Arbeitnehmer zahlen kann. Alle Zuschüsse sind in Vorschriften gebunden, die unbedingt einzuhalten sind.

Arbeitgeberzuschuss: Zuschüsse des Arbeitgebers werden gewährt für

:
freiwillige oder private Krankenversicherung von Beschäftigten
Der Arbeitgeber gewährt hier einen Zuschuss zum Krankenversicherungsbeitrag für Beschäftigte, die freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung oder bei einer privaten Krankenversicherung krankenversichert sind. Grundlage dafür ist, dass ihr Einkommen über der Jahresentgeltgrenze liegt. Die Jahresentgeltgrenze wird jedes Jahr neu festgelegt.
Der Arbeitgeber zahlt einen Zuschuss der als Arbeitgeberanteil bei Krankenversicherungspflicht des beschäftigten zu zahlen wäre. Der Zuschuss ist gedeckelt auf die Hälfte des Beitrages, den der Beschäftigte nach $ 257 SGB V aufzuwenden hätte. Der Zuschuss ist in dieser Höhe steuerfrei und somit kein beitragspflichtiges Entgelt im Sinne der Sozialversicherung. Höhere Arbeitgeberzuschüsse sind möglich, jedoch unterliegt der übersteigende Betrag der Steuer- und Beitragspflicht
Pflegeversicherung
Voraussetzung für einen Zuschuss zur Pflegeversicherung ist, dass der Beschäftigte in der gesetzlichen Krankenversicherung freiwillig versichert ist. Der Zuschuss ist begrenzt auf den Beitrag, der als Arbeitgeberanteil zu zahlen wäre.
Beschäftigte, die bei einem privaten Krankenversicherungsunternehmen versichert sind erhalten ebenfalls einen Arbeitgeberzuschuss. Der Zuschuss ist in der Höhe begrenzt auf den Betrag, der als Arbeitgeberanteil bei Versicherungspflicht in der sozialen Pflegeversicherung zu zahlen wäre. Höchstens jedoch auf den hälftigen Beitrag, den der Beschäftigter für seine private Pflegeversicherung zu zahlen hat.
Bezieher von Vorruhestandsgeld haben ebenfalls Anspruch auf den Arbeitgeberzuschuss. In der Höhe beträgt dieser Zuschuss die Hälfte des Beitrages der bei Versicherungspflicht vom Vorruheständler zu zahlen wäre. Der Höchstbetrag liegt bei der Hälfte des zu zahlenden Beitrages nach § 61 IV SGB XI.
Rentenversicherung
erhalten Beschäftigte, die aufgrund einer Versicherung in einer berufsständischen Versicherung- oder Versorgungseinrichtung von der Versicherungspflicht in der Rentenversicherung § 6 I Nr. 1 SGB VI befreit sind. Die Höhe des Arbeitgeberzuschusses beträgt die Hälfte, der zu zahlen wäre, wenn der Beschäftigte nicht von der Versicherungspflicht befreit worden wäre.
Der Arbeitgeberzuschuss für die Pflege- und Rentenversicherung folgt den Grundsätzen der Krankenversicherung. Er tritt hier an die Stelle des Arbeitgeberbeitrages die der Arbeitgeber sonst als Arbeitgeberbeitrag zahlt.

private Lebensversicherung
Sind die Zuschüsse Lohnsteuerpflichtiger Arbeitslohn, so unterliegen sie in der Sozialversicherung dem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsentgelt.

privaten Zusatzversicherung
Der Zuschuss des Arbeitgebers ist grundsätzlich Arbeitsentgelt im Sinne der Sozialversicherung. Folglich ist er zu verbeitragen.

Kurzarbeitergeld
Bei Kurzarbeit gleicht der Arbeitgeber durch einen Zuschuss meist das Nettoarbeitsentgelt auf einen bestimmten Prozentsatz aus. Von den Spitzenverbänden der Sozialversicherungsträger wird die Auffassung vertreten, dass der Arbeitgeberzuschuss beitragspflichtiges Entgelt darstellt.

Krankengeld
Arbeitgeberzuschuss zum Krankengeld unterliegen nicht der Beitragspflicht. Dabei ist es gleichgültig ob Krankengeld aus der gesetzlichen Krankenversicherung auf einer Pflicht oder freiwilligen Versicherung beruht.

Arbeitgeberzuschuss: Weitere Zuschüsse

Mutterschaftsgeld
wird für die Dauer der Schutzfrist nach Paragraf 14MuSchg zu zahlende Differenzbetrag zwischen dem Mutterschaftsgeld der Krankenkasse (13 €) und dem tagtäglichen Nettoarbeitsentgelt gewährt. Der Arbeitgeberzuschuss ist kein Arbeitsentgelt im Sinn der Sozialversicherung.
Darlehenszinsen
Arbeitgeberzuschüsse zu den tatsächlich zu zahlenden Zinsen für ein Darlehen des Arbeitnehmers zur Errichtung oder dem Erwerb eines Gebäudes sind seit 1989 zu versteuern. (Geldwerter Vorteil). Der Arbeitnehmer könnte sich dadurch, dass er sich durch das Arbeitgeberdarlehen Ausgaben erspart einen finanziellen Vorteil verschaffen. Nach den gesetzlichen Regeln wäre dies eine Einnahme und folglich nach § 19 I ESTG) zu versteuern.

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