Erholungsbeihilfe, die Alternative zum Urlaubsgeld

Werner Unternehmerberatung > News > Startseite > Allgemein > Erholungsbeihilfe, die Alternative zum Urlaubsgeld

Wieder freuen sich eine geringe Anzahl der Arbeitnehmer in den Sommermonaten über ihre Gehaltsabrechnung. Sie erhalten Urlaubsgeld! Laut Umfragen – sind das gerade mal rund 43 Prozent der Beschäftigten.
Der Rest erhält eine solche Sonderzahlung nicht. Für diese Arbeitnehmer ist die Gewährung einer Erholungsbeihilfe im Rahmen der Neustrukturierung der Vergütungsstruktur, wie sie z-B. bei „Mitarbeiterbindung mit System“ genutzt wird möglich.
Der Vorteile für den Arbeitnehmer, er erhält diese Leistungen abgabenfrei als Nettobetrag ausgezahlt. Vom gewährten Urlaubsgeld bleibt nach Abzug der Steuer erschreckend wenig übrig

Die Erholungsbeihilfe ist eine freiwillige Zahlung des Arbeitgebers. Das bietet beide Seiten Vorteile:

  • Der Mitarbeiter muss das die Sonderzahlung weder versteuern,
  • Es entfallen für die Erholungsbeihilfe sämtliche Sozialabgaben.
  • Der Arbeitgeber wiederum zahlt darauf nur eine pauschale Steuer von 25 Prozent.

Der Arbeitgeber darf einem Mitarbeiter bis zu 156 Euro im Jahr, für den Lebens- beziehungsweise Ehepartner 104 Euro, sowie weitere 52 Euro pro Kind im Jahr zahlen.

Für einen verheirateten Mitarbeiter mit zwei Kindern sind das 364 Euro im Jahr – steuerfrei.

Die Gewährung der Erholungsbeihilfe ist an den Nachweis, dass sie zu Erholungszwecken verwendet wurde geknüpft.

Das kann z.B.  der Zuschuss zur Urlaubsreise, zur Wandertour in den Bergen oder zum Museumsbesuch sein.

Und die Zahlung der Erholungsbeihilfe muss in einem zeitlichen Zusammenhang mit dem Urlaub des Mitarbeiters stehen. Er sollte nicht länger als drei Monate vor oder nach dem Erholungsurlaub liegen.

Der Arbeitnehmer kann die Erholungsbeihilfe auch nachträglich auszahlen und so z.B. einen Teil der Reisekosten für den Traumurlaub erstatten.

Freibeträge nicht überschreiten!

Wichtig: Die Summe, die ein Arbeitgeber seinem Mitarbeiter für dessen Erholung erstattet, darf die vorgeschriebenen Beträge nicht überschreiten. Schon ab einem Euro mehr darf der Arbeitgeber die Zahlung nicht mehr pauschal mit 25 Prozent versteuern; und für den Arbeitnehmer werden die Zuschüsse steuer- und sozialversicherungspflichtig.

„Mitarbeiterbindung mit System“ nutzt die Erholungsbeihilfe im Rahmen der Neustrukturierung der Vergütungsstruktur zur Erhöhung des Nettoeinkommens der Mitarbeiter. Allerdings werden im Rahmen der Neugestaltung der Vergütungsstruktur, die Anspruchskürzung aus den Zweigen der Sozialversicherung ausgeglichen. Das sollte schonsein, denn sonst hätte der Mitarbeiter sich die Erholungsbeihilfe teuer erkauft.

Sie möchte weitergehende Informationen, dann nehmen sie Kontakt mit mir auf.

PS: Grundsätzlich können Arbeitnehmer, die Urlaubsgeld bekommen, zusätzlich auch eine Erholungsbeihilfe erhalten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Call Now Button